Sie sind hier | Startseite - Artikel - Artikel
Alle Artikel ( 1 ) Alle Artikel anzeigen

Demenz

Demenz : Ein Artikel übernommen von der Schönklinik Portal
Die Verständigung mit einem an Demenz erkrankten Menschen erfordert eine andere Art der Kommunikation. Lockere Gespräche, Diskussionen oder Reden und gleichzeitig eine andere Tätigkeit ausführen sind nicht mehr oder nur erschwert möglich. Der Verlust der sprachlichen Fähigkeiten kann sich auf mehrfache Weise bemerkbar machen:
1. Der Betroffene findet nicht mehr die Worte, um sich so auszudrücken, dass wir ihn verstehen,
2. Er versteht den Inhalt der Worte nicht, die wir ihm sagen.
Mit viel Geduld und Übung kann man allerdings erreichen, dass beide Seiten verstehen, was der andere einem bedeuten möchte.
Sprechen Sie langsam und deutlich.
Wenn Sie mit einem von Demenz Betroffenen reden wollen, müssen Sie langsam und deutlich sprechen und einfache, vertraute Wörter verwenden. Bleiben Sie möglichst auf Augenhöhe mit dem Betroffenen und reden Sie in kurzen Sätzen. Vergewissern Sie sich immer, dass der Betroffene versteht, was Sie sagen.
Vermeiden Sie Konflikte.
An Demenz erkrankte Menschen leben in einer eigenen Realität. Für sie können dann Nudeln Reis sein oder im Winter ist es Sommer. Betroffene beharren auf Ihren Behauptungen, widersprechen Sie Ihnen daher nicht. Versuchen Sie auch, Beschuldigungen und sinnlose Behauptungen zu ignorieren. Um Konflikte von vorne herein zu vermeiden, sollten Sie dann das Thema wechseln.
Konzentrieren Sie sich auf eine Sache.

Solange man spielt sollte man sich nur auf das Spiel konzentrieren und auf eine Unterhaltung verzichten.
Doppeltätigkeiten überfordern Demenz erkrankte. Wenn Sie sich mit dem Betroffenen unterhalten, sollten Sie sich ganz auf ihn konzentrieren und zusätzliche Tätigkeiten, wie kochen, waschen, bügeln etc. meiden. Stellen Sie auch nur Fragen, die der Betroffene mit Ja oder Nein beantworten kann. Komplexere Angelegenheiten oder Alternativen würden ihn nur überfordern.
Wenn Worte nicht gehen, versuchen Sie es einfach mit Gesten.
Manchmal hilft auch Körpersprache, um mit dem Demenzerkrankten kommunizieren zu können. Probieren Sie aus, welche Kombination von Gesten und Worten helfen. Achten Sie aber auch auf die Körpersprache des Betroffenen. Was will er ausdrücken?
Zeigen Sie Zuneigung.
Demenzerkrankte brauchen viel Zuneigung und Wärme. Zeigen Sie dies durch Berührungen und Umarmungen.

Dr. med. Ali Erdogan 25.01.2015 - 19:43